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Sensorische Analyse – Geschmack

01.11.2011 - Kartonwissen

Das Testverfahren hat zum Ziel, eine mögliche Geschmacksbeeinflussung der Verpackung auf das Füllgut zu beurteilen.

 Prüfnorm

EN 1230-2 

Allgemeines 

Ein Test gemäß EN 1230-2 (allgemein bekannt als Robinsontest) stellt einen Sensorik-Test dar, der auf der Beurteilung einer eventuellen Geschmacksübertragung von Papier und Karton, die zur Lebensmittelverpackung bestimmt sind, über die Gasphase auf ein Lebensmittel bzw. Prüfmedium beruht. Da kaum ein Verpackungsmaterial völlig geruchslos ist, ist es wesentlich, dass unter Praxisbedingungen ein Übergang von Geruchs- und Geschmacksstoffen aus der Verpackung in das verpackte Gut in einem so geringen Maß gehalten wird, dass keine Beeinflussung des Geruchs und Geschmacks des verpackten Lebensmittels feststellbar ist. Die Empfindlichkeit von Lebensmitteln gegen Fremdgerüche hängt vom Mengenangebot an Geruchsstoffen im Vergleich zur Menge des Füllgutes ab, von deren Flüchtigkeit und sensorischen Wirksamkeit, von der Löslichkeit im Produkt 

oder Absorption an dessen porösen Oberflächen, von dessen eigener Geruchs- und Geschmacksintensität, sowie natürlich von der Lagertemperatur und Lagerzeit. Fetthaltige Güter wie Schokolade oder Nougat sind besonders empfindlich, weil viele Geruchsstoffe fettlöslich sind. Besonders empfindlich sind auch Güter mit hoher spezifischer Oberfläche. Die Ergebnisse einer EN 1230-2 Analyse lassen Schlussfolgerung über die Eignung des geprüften Materials als Verpackungsmaterial von Lebensmitteln zu.

Zusätzliche Details – Praxisrelevanz

Als Prüfmedium wird in der Regel geriebene Schokolade stellvertretend für andere Lebensmittel verwendet, da diese auf Grund ihres hohen Fettgehaltes und der großen Oberfläche sehr empfindlich auf die Übertragung von geruchs- und geschmacksaktiven Substanzen reagiert.