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Feuchte (absolut)

01.11.2011 - Kartonwissen

Unter absoluter Feuchte versteht man den gewichtsmäßigen Wassergehalt von Karton im Verhältnis zu seinem Trockengewicht.

Einheit

%

       Prüfnorm

DIN EN 20287

 

Allgemeines 

Die Bestimmung der Feuchte erfolgt nach DIN EN 20287. Mit dem gravimetrischen Verfahren wird die bei Trocknung des Materials entweichende Feuchtigkeit in % der Ausgangsmasse bestimmt. Die Trocknung erfolgt bei 105°C +/- 2 °C bis zur Massekonstanz in einem Wärmeschrank (Trockenschrank).

 

Zusätzliche Details – Praxisrelevanz

Die zur Kartonherstellung verwendeten Faserstoffe zeigen ein hygroskopisches Verhalten. Sie nehmen Feuchtigkeit auf oder geben diese solange ab, bis sie sich im Gleichgewicht mit dem Umgebungsklima befinden. Deshalb sind Werkstoffe, deren Materialeigenschaften durch eine Veränderung des Feuchtigkeitsgehaltes beeinflusst werden, vor der eigentlichen Prüfung und Verarbeitung einer ausreichenden Klimatisierung (Prüfklima 23°C, 50% rF) zu unterziehen. Die Feuchte ist abhängig von der Art des Faserstoffs (Holzschliff, Holzstoff, rezyklierte Fasern) und von der Grammatur. Frischfasersorten werden bevorzugt mit einer höheren Feuchte produziert als WLC-Sorten. Dimensions- und Planlageveränderungen, Ausprägungen von Rillungen und Falt- und Klebevorgänge werden durch die Kartonfeuchte beeinflusst.