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FOODBOARD™ virgin fibre

28.09.2017 - FOODBOARD™, Barrieren, Innovationen / Investitionen

Auch Frischfaserkarton nun mit funktioneller Barriere für sichere Lebensmittelverpackungen. Mit dem neuen Frischfaserkarton FOODBOARD™ virgin fibre ist unser FOODBOARD™ Produktportfolio nun deutlich erweitert: Es besteht aus FOODBOARD™ auf Recycling-Basis mit brauner Rückseite (GT4) sowie heller Rückseite (GT1) und, nun neu, aus FOODBOARD™ virgin fibre auf Frischfaser Basis. Damit ist MM Karton der einzige Produzent, der eine umfassende Lösung über alle Kartonsortengruppen anbietet.

FOODBOARD™ steht für sichere Lebensmittelverpackungen sowohl als Recycling- wie auch als Frischfaserkarton
Mit dem neuen Frischfaserkarton FOODBOARD™ virgin fibre ist unser FOODBOARD™-Produktportfolio nun deutlich erweitert: Es besteht aus FOODBOARD™ auf Recycling-Basis mit brauner Rückseite (GT4) sowie heller Rückseite (GT1) und, nun neu, aus FOODBOARD™ virgin fibre auf Frischfaser-Basis. Damit ist MM Karton der einzige Produzent, der eine umfassende Lösung über alle Kartonsortengruppen anbietet.
Kernstück des FOODBOARD™-Sortiments ist eine innovative Barriere auf der Lebensmittelkontaktseite des Verpackungskartons, welche vor dem Übergang definierter unerwünschter Substanzen auf das Lebensmittel schützt. Gesundheitsschädigende Mineralöle haben dadurch keine Chance mehr, das Lebensmittel zu erreichen. Durch die Verwendung von FOODBOARD™ virgin fibre liegt keine MOAH Migration in das Lebensmittel vor (Nachweisgrenze von 0,15 mg/kg). Somit unterschreitet man deutlich das im vierten Entwurf der deutschen Mineralölverordnung geforderte Migrationslimit von 0,5 mg/kg MOAH und ist ausgezeichnet für die Herausforderungen der Zukunft bzw. möglichen strengeren Grenzwerten gerüstet. Der Barrierekarton eignet sich daher ideal für den Einsatz in verschiedenen Food-Segmenten vor allem in hochkritischen wie Schokolade und Süßwaren sowie herausfordernden Designs wie Adventskalender und Stülpschachteln. So wie FOODBOARD™ GT aus dem österreichischen Werk Frohnleiten ist auch FOODBOARD™ virgin fibre eine reine Kartonlösung und wird inline auf der Kartonmaschine im deutschen MMK Frischfaserwerk Baiersbronn produziert. Die jährlich verfügbare FOODBOARD™-Kapazität beider Werke beträgt derzeit über 400.000 Tonnen.
 

Querkontamination als Ursache von Mineralölmigration nun auch bei Frischfaserkarton im Griff
Wurden zu Beginn der Mineralöldebatte als Ursache mineralölhaltige Druckfarben von Faltschachteln identifiziert, sind mittlerweile eine Reihe weiterer Eintragsquellen bekannt. Eine Quelle von Migration unerwünschter Substanzen ist Querkontamination. Während der Lagerung und des Transports kann es zu Übergängen unerwünschter Stoffe aus der Umwelt selbst (z. B. Verkehrsabgase) sowie aus den Sekundär- bzw. Wellpappenverpackungen, aus recycelten Fasern hergestellt, auf verpackte Lebensmittel kommen. Mineralölanalysen vieler verschiedener Lebensmittel aus dem Supermarktregal, verpackt in Frischfaser- oder Recyclingkarton, zeigen deutliche Querkontaminationswerte. Auch im Kantonalen Labor Zürich, das im Jahr 2009 durch seine viel beachteten Veröffentlichungen das Thema Mineralölmigration auf die Agenda der Lebensmittel-Lieferkette brachte, fanden Chemiker Mineralölspuren in Lebensmitteln, welche in Frischfaserkarton verpackt wurden. Zur selben Erkenntnis kam Prof. Dr. Thomas Simat, TU Dresden: „Migration of MOH from corrugated board into food packed in virgin fibre boxes takes place and is foreseeable!” Auch Dr. Sieglinde Stähle, wissenschaftliche Leitung deutscher Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL), vertrat diesen Standpunkt. Bei ihrem Vortrag beim Food Safety Congress in Berlin am 7. Juni 2016 wies sie deutlich auf Mineralölbelastung auch bei in Frischfaserkarton verpackten Lebensmitteln hin. 
Auf die Anfrage der Fraktion Die Linke, warum der 4. Verordnungsentwurf nur Altpapierverpackungen erfasst und Querkontamination durch Umverpackungen bzw. Transport- und Lagerverpackungen nicht berücksichtigt, stellt die deutsche Bundesregierung im Mai 2017 klar: „Der Anwendungsbereich des Verordnungsentwurfs erstreckt sich auf Lebensmittelbedarfsgegenstände, die aus Altpapierstoff hergestellt worden sind. Dabei sind nicht nur Verpackungen erfasst, sondern Lebensmittelbedarfsgegenstände allgemein. (…) Sofern MOAH aus Transport- oder Umverpackungen o. ä. in Lebensmittel migrieren, handelt es sich aufgrund der Abgabe von Bestandteilen an Lebensmittel, (…) nach Einschätzung der Bundesregierung – vorbehaltlich einer anderen Auffassung der zuständigen Landesbehörden – um Lebensmittelbedarfsgegenstände/Lebensmittelkontaktmaterialien.“

Deutsche Behörde – BMEL – bestätigt Notwendigkeit der Mineralölverordnung –
Interne Ressortabstimmung ist auf den Weg gebracht

Am 4. Juli 2017 fand ein weiteres Hearing des BMELs (Bundesministerium für Ernährung und Lebensmittel) über den vierten Entwurf der Mineralölverordnung statt. Alle faserbasierten Lebensmittelkontaktmaterialien, die unerwünschte Substanzen ins Lebensmittel abgeben können, werden Teil der zukünftigen Verordnung. Somit sind alle Eintragungsquellen und Verpackungen – nicht nur die Primär- und Sekundärverpackung – erfasst. Ein Schutz auf der Lebensmittelkontaktseite der Verpackung gilt daher als die effizienteste Lösung. Es ist davon auszugehen, dass die Behörde außer einigen redaktionellen Anpassungen keine grundlegende Änderung des jetzigen Verordnungsentwurfs plant. Unter anderem hält das BMEL am höchstzulässigen Migrationswert in das Lebensmittel von 0,5 mg/kg MOAH fest, da derzeit aus messtechnischen Gründen das angestrebte, niedrigere Limit nicht bei allen Lebensmitteln (z. B. fettig, öl-haltig) erreicht werden kann. Die Abstimmung mit den anderen Ressorts der deutschen Bundesregierung ist auf den Weg gebracht und im Anschluss an die Ressortabstimmung beabsichtigt das BMEL den Entwurf bei der EU-Kommission ins Notifizierungsverfahren einzubringen.
 

Funktionelle Barriere – die einzige nachhaltige Lösung 
Mineralölmigration kann – entgegen bisher behaupteter Aussagen – durch Verwendung von Standard-Frischfaserkarton oder Standard-Kunststoffverpackungen nicht verhindert werden. Nur eine funktionelle Barriere zwischen dem Lebensmittel und der Umwelt stellt eine effektive Lösung dar und ermöglicht, die diskutierten gesetzlichen Grenzwerte in Zukunft konstant einzuhalten.

Seit Anfang 2016 stehen Lebensmittel, verpackt in FOODBOARD™ mit brauner Rückseite (GT4) sowie mit heller Rückseite (GT1), in europäischen Verkaufsregalen und sichern somit das Verbrauchervertrauen nachhaltig und eindrucksvoll. FOODBOARD™ virgin fibre ist ab sofort erhältlich und bestellbar. Durch diese Innovationsleistung von Mayr-Melnhof Karton kann das Thema „Mineralölmigration aus Verpackungen auf Lebensmittel“ auch bei Frischfaserkarton als gelöst betrachtet werden!
 
Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an unser Experten-Team:
FOODBOARD@mm-karton.com

Produktion von FOODBOARD™ virgin fibre im MMK Frischfaser-Werk Baiersbronn
Produktion von FOODBOARD™ virgin fibre im MMK Frischfaser-Werk Baiersbronn
Ideal für den Einsatz in verschiedenen Food-Segmenten
Ideal für den Einsatz in verschiedenen Food-Segmenten

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