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EU Legal Timber Richtlinie – keine Änderungen für MM Karton-Kunden

24.10.2012 - Nachhaltigkeit

Am 3. März 2013 tritt die neue EU-Richtlinie Nr. 995/2010, betreffend dem Ausschluss von illegalem Holz in Kraft, welche die Verpflichtungen von Marktteilnehmern definiert, die Holz und Holzerzeugnisse erstmalig auf den europäischen Markt bringen. MM Karton hat sich den Zielen dieser Richtlinie schon lange verschrieben:

Als Marktführer setzen wir Maßstäbe für den nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, insbesondere was die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen betrifft. 

Die neue Verordnung richtet sich zum einen gegen das Inverkehrbringen von Holz und Holzerzeugnissen illegaler Herkunft in der EU, zum anderen legt es eine Sorgfaltspflicht für alle EU-Marktteilnehmer fest, die Holzerzeugnisse erstmals auf dem EU-Binnenmarkt in Verkehr bringen. 

Die Einhaltung der Verordnung sollte nach heutigem Kenntnisstand von unserem bestehenden FSC-und PEFC-Zertifizierung weitgehend abgedeckt sein, wobei die  FSC-CW Zertifizierung bereits eine Risikobewertung enthält, die als Basis für das neue „Due Diligence System“ herangezogen werden kann.

Die neue Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates der Europäischen Union verstärkt im Grunde bestehende Verfahren und Zertifizierungssysteme, mit dem Hauptziel, den illegalen Holzeinschlag, den Handel von illegal geschlagenem Holz und verwandten Produkten zu bekämpfen. Darüber hinaus wird die Verordnung bestehende Zertifizierungssysteme auf eine rechtliche Grundlage stellen.
 

Die wichtigsten Punkte sind:

•  Die Einfuhr und der  Vertrieb von Holz oder Holzprodukten illegaler Herkunft auf dem Markt ist verboten.

•  Marktteilnehmer und Händler müssen gebührende Sorgfalt bei der Einfuhr und dem Vertrieb von Holz oder Holzerzeugnissen auf dem Markt vorweisen. 

•  Die Händler in der gesamten Lieferkette müssen in der Lage sein, die Herkunft von geliefertem Holz und Holzerzeugnissen feststellen zu können.

•  Zuwiderhandlungen werden von den Mitgliedstaaten geahndet.

•  Die Kontroll-/Monitoring-Organisationen zur Einhaltung der Bestimmungen müssen noch bestimmt werden.

•  Rundholz, Brennholz, Brennholz, Hackschnitzel und Zellstoff-und Papier-Produkte sind von dieser Verordnung betroffen, gedruckte Bücher und Papiere, die Recycling-Materialien enthalten, nicht. 

Mayr Melnhof Karton und die Richtlinien-Complience
Die Verordnung und ihre Umsetzung ist noch nicht vollständig definiert, wie zum Beispiel die möglichen Verfahren zur Risikobewertung oder die zu bestimmenden Kontrollorganisationen, aber dennoch bedeutet das nach derzeitigem Kenntnisstand, dass Betreiber, die bereits Regelungen oder Verfahren, die den Anforderungen der Verordnung entsprechen, die bestehenden Systeme adaptieren können.

MM Karton und alle seine Kartonwerke haben stets ihre betriebliche Organisation nach nationalen und internationalen Compliance-Vorschriften ausgerichtet. Dies gilt nicht nur für Holz, sondern auch andere Holzprodukte, die auf dem Markt erhältlich sind.

Die PEFC Chain-of-Custody, FSC Chain-of-Custody und FSC Controlled Wood Richtlinien gelten nicht nur für den Ausschluss von illegal geschlagenem Holz, sondern beispielsweise auch das Verbot von

•  Holzschlag unter Verstoß traditioneller Grundrechte.

•  Holz, das in Wäldern geerntet werde, in denen High Conservation Values (Bereiche mit besonders wertvoller Baumsubstanz) durch Bewirtschaftungsmaßnahmen gefährdet sind.

•  Holz, das aus der Umwandlung von Naturwäldern stammt.

•  Holz aus Gebieten, in denen gentechnisch veränderte Bäume gepflanzt werden.
 

 

Due Diligence-Zugang zu Informationen und Risikominimierung
Illegaler Holzeinschlag und der Handel mit Holz aus illegalen Quellen sind ein ernstes und zunehmendes Problem auf dem Holzmarkt. Die PEFC und FSC Chain of Custody / Controlled Wood-Zertifizierung, nach deren Bestimmungen auch MM Karton arbeitet, schließt die Verwendung von illegalem Holz für die Produktion generell aus.

Die neue EU-Verordnung definiert Kriterien für die Risikobewertung, wie die Einhaltung geltender Rechtsvorschriften, „Third-Party“-Organisationen als Kontrollinstitutionen, die Einhaltung der UN-Bestimmungen zur Ein- und Ausfuhr von Holz und der Supply-Chain als Teil des unmittelbaren Risiko-Assessment-System. 

Darüber hinaus verlangt die neue EU-Verordnung ein Verfahren zur Riskikobewertung bzw. -minderung. MM Karton arbeitet bereits in Übereinstimmung mit der PEFC Chain-of-Custody, der FSC Chain-of-Custody und FSC Controlled Wood-Zertifizierung mit einem eigenen Traceability-System und führt vor Ort selbst Kontrollen durch.