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Häufig gestellte Fragen


Wer ist die Kartonindustrie?
Die Kartonindustrie ist ein Teil der Papierindustrie, der hauptsächlich Vollpappe (jedoch keine Wellpappe) ab einer Grammatur von 180 g/m² für Verpackungszwecke erzeugt.
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Gibt es einen Unterschied zwischen Papier und Karton?
Hinsichtlich der Struktur sind Papiere nur einlagig, Karton dagegen mehrlagig. Weiters werden Papier und Karton nach ihrem Flächengewicht und nach ihrer Struktur in verschiedene Kategorien eingeteilt. In der Industrie gilt ein Gewicht ab 180 g/m² als Grenze zwischen Papier und Karton.
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Wieviel Karton wird weltweit produziert?
Pro Jahr werden weltweit rund 35 Millionen Tonnen Karton (ausgenommen Karton für Flüssigverpackungen) produziert.
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Wieviel gestrichener Karton wird jährlich in Europa produziert?
Im europäischen Raum werden jährlich ca. 2,6 Millionen Tonnen Karton aus Primärfasern und ca. 3,6 Millionen Tonnen aus Sekundärfasern produziert.
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Wieviel Karton wird in West-Europa verbraucht?
Im Jahre 2002 wurden (ausgenommen Karton für Flüssigverpackungen) in Westeuropa 4,6 Millionen Tonnen Karton verbraucht.
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Was ist Recycling?
Unter Recycling versteht man die Rückgewinnung eines Produktes, das bereits einen Gebrauchszyklus durchlaufen hat, zum Zwecke der Wiederverarbeitung und Umwandlung in ein anderes Produkt.
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Wann bezeichnet man Karton als Recyclingkarton?
Recyclingkarton ist ein Karton, der einen Anteil von Sekundär-(Altpapier-)fasern aufweist. Es gibt keine Normwerte für den Anteil an Recycling- oder Sekundärfasern, die bei der Herstellung von Recyclingkarton eingesetzt werden müssen.
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Kann Karton unbegrenzt rezykliert und wiederverwertet werden?
Nein. Zellulosefasern können, je nach Prozess, sieben bis acht Mal wiederverwertet werden, bis sich ihre Eigenschaften durch Verkürzung der Faserlänge soweit verändert haben, dass sie die ihnen zugedachte Funktion nicht mehr entsprechend erfüllen können und ausgeschieden werden. Aus diesem Grund müssen bei der Produktion auch Frischfasern verwendet werden.
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Was sind Sekundär- oder Recyclingfasern?
Sekundär- oder Recyclingfasern sind Zellulosefasern, die aus Altpapier stammen, welches für die Wiederverwertung in der papiererzeugenden Industrie, im Handel und Haushalten gesammelt wird. Recyclingfasern werden je nachdem, ob die Sammlung des Altpapiers vor oder nach Benutzung durch den Verbraucher erfolgte, als "pre-consumer waste" oder "post-consumer waste" unterschieden.
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Ist es möglich, Karton nur aus Sekundärfasern herzustellen?
Ja. Allerdings werden die Eigenschaften eines solchen Kartons von der Art der verwendeten Recyclingfasern abhängig sein.
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Welche Vorteile bietet Karton aus Sekundärfasern?
Bei der Herstellung von Karton aus Sekundärfasern wird hochwertiges Altpapier und -karton verwendet und damit ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Entsorgung des Altstoffaufkommens geleistet. Karton aus Sekundärfasern kann auch eine kostengünstige Alternative zu Frischfaserqualitäten sein. Dank der Verbesserung bei den Methoden zur Auswahl und Reinigung der Fasern, entspricht der aus Recyclingfasern hergestellte Karton in fast allen Bereichen der Lebensmittelindustrie den Verpackungsanforderungen. Hinsichtlich Abpackleistung an den Verpackungsmaschinen sowie Bedruckbarkeit und Oberflächengüte von Recyclingkarton sind in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt worden. Somit erfüllt Recyclingkarton bereits heute die höchsten Anforderungen des Marktes.
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Woher kommt die Sekundärfaser?
Die Sekundär- oder Recyclingfasern stammen von wiederverwertbaren Papier- und Kartonmaterialien, wie z. B. aus der Druckereiproduktion, der gewerblichen Sammlung im Handel, aus Kaufhäusern und Büros oder aus Haushalten.
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Welche Arten von Verbraucherabfall unterscheidet man?
Eine Faltschachtel, die befüllt, ausgeliefert und dann vom Verbraucher entsorgt wurde, bezeichnet man als "PCW" (Post Consumer Waste) Verbraucherabfall, während Abfälle, die bei der Faltschachtelherstellung anfallen, als "PIW" bzw. als Industrieabfälle bezeichnet werden.
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Nach welchen Kriterien werden Papier und Karton zur Kartonherstellung ausgesucht?
Das Papier für die Verwendung in der Kartonerzeugung wird nach der Faserqualität ausgewählt. Die Faserqualität des Altpapiers wird vor allem durch folgende Kriterien bestimmt: Form der ursprünglichen Faserverarbeitung, Art der nachfolgenden Bedruckung, Beschichtung, Laminierung und Verleimung sowie Verwendungszweck des Papiers oder des Kartons.
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Wieviele Altpapiersorten gibt es?
Die Papier- und Kartonindustrie unterscheidet mehr als 50 Qualitäten von Altpapier.
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Was versteht man unter "unteren Altpapiersorten”?
Kaufhausaltpapier, Grau- und Mischpappen sowie Zeitungen und Illustrierte (min. 60%).
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Was versteht man unter "mittleren Altpapiersorten”?
Zeitungen gemischt und Kartonagen.
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Was versteht man unter "besseren Sorten”?
Endlosformulare weiß/rein, Späne mit leichtem Druck, Zeitungsrotationsabrisse und Chromoersatzkarton.
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Was sind "krafthaltige Altpapiersorten"?
Darunter versteht man auf der Basis von ungebleichtem Zellstoff produziertes Kraftpapier im gebrauchten Zustand.
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Wo werden die Altpapiere sortiert?
Das Altpapier wird bei der Sammlung entweder bereits direkt an der Sammelstelle oder zu einem späteren Zeitpunkt nach Qualitätsgraden sortiert.
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Welche Energieträger werden in der Papier- und Kartonindustrie eingesetzt?
Neben Erdgas, Heizöl und vereinzelt Kohle, werden auch Abwasserreststoffe, Ablauge und Rinde zur Energiegewinnung herangezogen.
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