Home

11. Mai 2004

Mayr-Melnhof Karton investiert in Rohstoffaufbereitung

In den beiden MM Werken Neuss und Nikopol wurden zwei neue Deinking-Anlagen in Betrieb genommen. Mit dieser Investition setzt MM Karton einen weiteren Schritt zur langfristigen Qualitätssicherung und Wirtschaftlichkeit im Bereich der Rohstoffversorgung.

Die Fertigstoffkapazität der beiden Maschinen umfasst rund 200 Tonnen in Neuss sowie 70 Tonnen pro Tag im bulgarischen Werk Nikopol. Gemeinsam mit der Anlage im holländischen Werk Eerbeek, die bereits im Jahr 1987 installiert wurde, verfügt Mayr-Melnhof Karton nun insgesamt über drei Deinking-Anlagen. Sie sind der Grundstein für einen maßgeschneiderten Rohstoffeintrag sowie eine qualitativ hochwertige Produktion.

„Durch den Einsatz moderner Sortierer, einer jeweils zweistufigen Vor- und Nachflotation, sowie einer Dispergierung und zweistufigen Bleiche, erreichen wir bei unterschiedlichem Rohstoffeintrag eine hohe und konstante Qualität“, so Andreas Braun, technologischer Projektleiter über die neue Anlage in Neuss. Das Konzept dafür wurde aufgrund praktischer Erfahrungen des Anlagenbauers Andritz sowie mehrfacher Tests gemeinsam entwickelt. Vor allem für die breite Produktpalette im Werk Neuss ist es wichtig, dass bereits bei den Rohstoffen eine entsprechende Kontinuität erzielt wird. Dies ermöglicht einerseits die Einhaltung der Steifigkeits- und Dickewerte innerhalb der eng vorgegebenen Toleranzen und gewährleistet andererseits eine sehr hohe Weiße und gute Abdeckung des Kartons.

Während im Werk Neuss eine neue und auf dem letzten Stand der Technik basierende Anlage installiert wurde, entschied sich das bulgarische Werk Nikopol für den Umbau einer gebrauchten Deinking-Linie. Auch bei dieser Investitionsentscheidung stand die Optimierung der Gleichmäßigkeit der Produkte im Vordergrund. Durch die Umstellung von Zellstoff auf deinktes Altpapier in der Deckschicht verbesserte sich die Formation des Kartons. Gleichzeitig wurden die Fertigungskosten optimiert. „Mit einem Investitionsvolumen von rund 24 Millionen Euro bilden diese beiden Projekte einen wesentlichen Grundstein für eine langfristige und homogene Qualität unserer Produkte. Gleichzeitig erzielen wir durch die eigene Herstellung von „DIP-Stoff“ auf modernen Anlagen eine höchstmögliche Unabhängigkeit von marktsensiblen Altpapieren“, erklärt Dipl.-Ing. Martin Mühlhauser, technischer Direktor der MM Kartondivision.